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Geschichtlicher Überblick:
Das Schloß Schönbühel wurde Anfang des XII Jahr-hunderts
von Marchwardus de Schoenbuchele an jener Stelle erbaut, an der
höchstwahrscheinlich einst eine römische Festung stand.
Es ist auch anzunehemen, dass auch Schoenbuchele sich vornahm nicht
nur einen Wohnsitz, sondern auch eine Festung welche leicht gegen
mögliche Feinde zu verteidigen wäre zu erbauen und sich
deshalb für die Lage auf dem hohen Felsen entschloß.
Das Schloß blieb fast zweihundert Jahrelang im Besitz seiner
Familie, welche aber mit dem Tod von Ulrich von Schonpihel Anfang
des XIV Jarhunderts ausstarb. Der Besitz des Schlosses ging nun
an Conrad von Eisenbeutel über und kurz darauf an das Stift
Melk.
Doch auch in dessen Händen blieb es nicht lange, denn schon
im Jahre 1396 sah sich der Melker Abt Ludwig gezwungen es an die
Herren Caspar und Gundaker von Starhemberg zu verkaufen. So wollte
es das Schicksal, dass das Schloß über vierhundert Jahrelang
im Besitz der Familie Starhemberg blieb.
Nach dem Tod der beiden Brüder Caspar und Gundaker, gelangte
es durch Erbschaft an eine Reihe ihrer Nachkommen, die es noch um
vieles vergrösserten und befestigten.
Unter ihnen war Bartholomäus von Starhemberg, einer der ersten
Mitglieder des österreichischen Adels der sich zur Lehre Luthers
bekannte und der im Jahre 1482 das Schloß übernahm. Seine
Nachfolger waren danach so lange bekennende Protestanten bis Conrad
Balthasar von Starhemberg sowohl sich, wie auch seine Familie und
einige seiner Untertanen im Jahre 1639 wieder zum Katholizismus
bekehrte. Er erbaute auch das Serviten-kloster in Schönbühel.
Nachdem sein Erstgeborener im Jahre 1689 starb, übernahm
sein jüngerer Sohn Ernst Rüdiger - warscheinlich heute
noch der Berühmteste aller Starhembergs - den Besitz.
Er hatte grosse Heldentaten als Kommandant von Wien während
der Belagerung durch die Türken geleistet, und die Stadt tapfer
verteidigt.
Ihm folgten eine weitere Reihe von Starhembergs, bis sein Ururenkel
Ludwig Josef Gregor von Starhemberg es im Jahre 1819 an den Grafen
Franz von Beroldingen verkaufte. Die letzten Starhembergischen Besitzer
dürften das Schloß jedoch nicht mehr bewohnt haben, denn
als Franz von Beroldingen es kaufte war nur mehr der Turm, die Schlosskirche
und der angebaute Trakt zu sehen und im Inneren war alles verfallen.
Er ließ das Schloß renovieren und teilweise umbauen
und im Jahre 1821 wurde es schließlich wieder bewohnbar.
Ihm folgten dann noch einige Familienmitglieder bis sein Grossneffe
im Jahre 1930 das Gut Schönbühel an den Grafen Oswald
von Seilern Aspang verkaufte.
Während dem zweiten Weltkrieg wurde das Schloß unter
der Nazi Herrschafft enteignet und, am Ende des Krieges bis 1955
von den Russen besetzt.
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